Nicht Homosexuelle, sondern Katholiken müssen „Buße tun“ – deutscher Bischof
In einem Beitrag auf Kirche-und-Leben.de vom 2. August äußerte sich Bischof Schepers zu dem jüngsten tödlichen Angriff während der Berliner Homosexuellenparade.
„Unsere Pfarreien müssen Orte sein, an denen jeder Mensch willkommen ist und die unveräußerliche Würde erlebt, die Gott ihm geschenkt hat. Niemand sollte jemals Vorurteile, Misstrauen oder Ablehnung aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität fürchten müssen.“
Er griff die Kirche an und behauptete unbegründet, sie sei „nicht immer ein sicherer Ort für queere Menschen gewesen“, und fügte hinzu, dass Bibelstellen allzu oft „aus dem Zusammenhang gerissen“ und gegen sie verwendet worden seien.
Ludger Schepers stellt das, was er als „die Botschaft des Evangeliums von bedingungsloser Liebe“ bezeichnet, der „Erfahrung vieler queerer Menschen“ gegenüber. Dieser Widerspruch fordere die Katholiken „zur Umkehr“ auf.
Mit Blick auf die weltweite Kirche warnte Bischof Schepers, dass in einigen Ländern die „Diskriminierung“ von Homosexuellen durch Stimmen aus der Kirche noch verstärkt werde. „Die Kirche darf sich niemals von kultureller Homophobie prägen lassen, sondern nur vom Evangelium Jesu Christi“, schrieb er.
Bild: Ludger Schepers © Pressestelle Bistum Essen, AI-Übersetzung