Reini

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir schauten seine Herrlichkeit.

Reini

Alter Christus. Neuer Film der Kleruskongregation über das Priestertum.

studiosus, probier es mal mit diesem link: www.eukmamie.org/it/alter
auf dieser Seite findest du das Video in fünf Sprachen.
Gottes Segen! 👍

Reini

Gloria Global am Nachmittag des 24. April.

@anti_gloria.tv
Es tut mir leid, erst so spät auf Ihre Fragen einzugehen, doch war es anders unmöglich.
Bezüglich „freier Meinungsäußerung“:
Man muss immer für die Freiheit der Meinungsäußerung eintreten, denn «wenn die Menschen ihrer Natur folgend untereinander Erkenntnisse und Meinungen austauschen, üben sie ihr ureigenstes Recht aus und erfüllen zugleich eine Pflicht gegenüber der Gesellschaft» (Communio et progressio, 45). Von einem ethischen Standpunkt aus betrachtet, ist diese Voraussetzung jedoch keine absolute, unverjährbare Norm. Es gibt ganz offensichtlich Fälle, wo kein Recht zur Kommunikation besteht; dazu gehören z.B. Verleumdung und Rufschädigung; Botschaften, die den Hass und Konflikt zwischen einzelnen und Gruppen zu schüren versuchen; Obszönitäten und Pornographie; die krankhafte Beschreibung der Gewalt. Auch die freie Meinungsäußerung sollte Prinzipien wie Wahrheit, Korrektheit und Achtung vor der Privatsphäre einhalten.
Bezüglich „weil eine unerwünschte Meinung dargestellt wurde, die möglicherweise einem anderen religiösen Bekenntnis entsprechen“:
Dies klärt sich, sehen wir uns die freie Meinungsäußerung etwas genauer an. Die freie Meinungsäußerung (ein äußerst heikles Thema, da es ja auf dem Gewissen der Einzelperson ruht und dadurch grundsätzlich als rein subjektiv gesehen wird, doch darf auch der objektive Teil nicht völlig vergessen werden, wie es eine ausgeglichene Anthropologie verlangt) passiert sich auf dem Naturgesetz. Das Naturgesetz aber ist, unabhängig von Rasse, Kultur, Religion, etc. in den Menschen geschrieben und hat somit universellen Wert, gilt für jedermann. Das heißt in diesem Kontext gibt es keine erwünschte oder unerwünschte Meinung einer oder einer anderen religiösen Bekenntnis mehr, sondern hier wirkt eine grundlegende Norm, die von jedermann respektiert werden muss. Respektiere ich diese Norm nicht, so schreite ich gegen mein eigenes Sein vor, was natürlich Folgen mit sich bringt, die wir nur schwer einschätzen und sehr oft nicht auf uns nehmen können.
Hier kommt die Frage der menschlichen Freiheit ins Spiel, die ein weiterer Diskurs wäre. Heutzutage laufen wir Gefahr, die Freiheit derart zu verherrlichen, dass man sie zu einem Absolutum machte, das die Quelle aller Werte wäre. Auf diese Weise ist aber der unabdingbare Wahrheitsanspruch zugunsten von Kriterien wie Aufrichtigkeit, Authentizität und “Übereinstimmung mit sich selbst” abhanden gekommen.
Noch einige Worte bezüglich Kultur:
Kultur ist auf die Gesamtentfaltung der menschlichen Person und auf das Wohl der Gemeinschaft sowie auf das der ganzen menschlichen Gesellschaft auszurichten. Darum muss der menschliche Geist so gebildet werden, dass die Fähigkeit des Staunens, der eigentlichen Wesenserkenntnis, der Kontemplation, der persönlichen Urteilsbildung und das religiöse, sittliche und gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden.
Praktisch könnte man die Frage so formulieren: Wird der Mensch als Mensch im Zusammenhang mit dem Fortschritt wirklich besser, das heißt geistig reifer, bewusster in seiner Menschenwürde, verantwortungsvoller, offener für den Mitmenschen, vor allem für die Hilfsbedürftigen und Schwachen, und hilfsbereiter zu allen?
Wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. (Übrigens freue ich mich sehr, dass die Diskussion von gestern Abend eine andere Richtung einschlug, war ja vorher von keiner Diskussion die Rede)

Reini

Gloria Global am Nachmittag des 24. April.

und noch ein klein wenig:
So erschließen die sittlichen Normen, und an erster Stelle jene negativen, die das Tun des Schlechten verbieten, ihre Bedeutung und ihre zugleich personale und soziale Kraft: indem sie die unverletzliche Personwürde jedes Menschen schützen, dienen sie der Erhaltung des menschlichen Sozialgefüges und seiner richtigen und fruchtbaren Entwicklung. Besonders die Gebote der zweiten Tafel des Dekalogs, an die auch Jesus den jungen Mann im Evangelium erinnert (vgl. Mt 19, 18), stellen die Grundregeln jedes gesellschaftlichen Lebens dar.
Diese Gebote werden in allgemeinen Worten formuliert. Aber die Tatsache, dass »Anfang, Träger und Ziel aller gesellschaftlichen Institutionen die menschliche Person ist und auch sein muss«, gestattet und ermöglicht ihre Präzisierung und Erläuterung in einem ausführlicheren Verhaltenskodex. In diesem Sinne sind die sittlichen Grundregeln des gesellschaftlichen Lebens mit bestimmten Forderungen verbunden, die sowohl die öffentlichen Gewalten wie die Bürger befolgen müssen. Ungeachtet der manchmal guten Absichten und der oft schwierigen Umstände sind die staatlichen Amtsträger und die einzelnen Individuen niemals befugt, die unveräußerlichen Grundrechte der menschlichen Person zu verletzen. Nur eine Moral, die Normen anerkennt, die immer und für alle ohne Ausnahme gelten, kann darum das ethische Fundament für das gesellschaftliche Zusammenleben sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene gewährleisten. (JPII)
Schönen Tag noch

Reini

Gloria Global am Nachmittag des 24. April.

Fortsetzung:
Die Festigkeit der Kirche bei der Verteidigung der universalen und unveränderlichen sittlichen Normen hat nichts Unterdrückendes an sich. Sie dient einzig und allein der wahren Freiheit des Menschen: Da es außerhalb der Wahrheit oder gegen sie keine Freiheit gibt, muss die kategorische, das heißt unnachgiebige und kompromisslose Verteidigung des absolut unverzichtbaren Erfordernisses der personalen Würde des Menschen Weg und sogar Existenzbedingung für die Freiheit genannt werden.
Dieser Dienst wendet sich an jeden Menschen, insofern er in der Einzigartigkeit und Unwiederholbarkeit seines Seins und seiner Existenz gesehen wird. Nur im Gehorsam gegenüber den universalen sittlichen Normen findet der Mensch eine volle Bestätigung der Einzigartigkeit seiner Person und die Möglichkeit wirklichen sittlichen Wachstums. Und eben darum wendet sich dieser Dienst an alle Menschen: nicht nur an die einzelnen, sondern auch an die Gemeinschaft, an die Gesellschaft als solche. Diese Normen bilden in der Tat das unerschütterliche Fundament und die zuverlässige Gewähr für ein gerechtes und friedliches menschliches Zusammenleben und damit für eine echte Demokratie, die nur auf der Gleichheit aller ihrer, in den Rechten und Pflichten vereinten Mitglieder entstehen und wachsen kann. Im Hinblick auf die sittlichen Normen, die das in sich Schlechte verbieten, gibt es für niemanden Privilegien oder Ausnahmen. Ob einer der Herr der Welt oder der Letzte, »Elendeste« auf Erden ist, macht keinen Unterschied: Vor den sittlichen Ansprüchen sind wir alle absolut gleich.

Reini

Gloria Global am Nachmittag des 24. April.

Hier einiges bezüglich Kirche - Gesellschaft - Sittenlehre - Wahrheit - Freiheit. Bitte euch pausiert zu lesen, muss verdaut werden, weshalb ich keine voreiligen Kommentare wünsche. Danke.
Die Lehre der Kirche und insbesondere ihre Festigkeit in der Verteidigung der universalen und dauernden Geltung der sittlichen Gebote, die die in sich schlechten Handlungen verbieten, werden nicht selten als Zeichen einer unerträglichen Unnachgiebigkeit kritisiert, vor allem angesichts enorm komplexer und konfliktanfälliger Situationen des heutigen Lebens des einzelnen und der Gesellschaft: eine Unnachgiebigkeit, die zu einem mütterlichen Empfinden der Kirche im Widerspruch stünde. Diese lasse es, so sagt man, an Verständnis und Barmherzigkeit fehlen. Aber in Wahrheit kann die Mütterlichkeit der Kirche niemals von ihrem Sendungsauftrag als Lehrerin abgetrennt werden, den sie als treue Braut Christi, der die Wahrheit in Person ist, immer ausführen muss: »Als Lehrerin wird sie nicht müde, die sittliche Norm zu verkünden... Diese Norm ist nicht von der Kirche geschaffen und nicht ihrem Gutdünken überlassen. In Gehorsam gegen die Wahrheit, die Christus ist, dessen Bild sich in der Natur und der Würde der menschlichen Person spiegelt, interpretiert die Kirche die sittliche Norm und legt sie allen Menschen guten Willens vor, ohne ihren Anspruch auf Radikalität und Vollkommenheit zu verbergen«.
Wahrhaftes Verständnis und echte Barmherzigkeit bedeuten in Wirklichkeit Liebe zur menschlichen Person, zu ihrem wahren Wohl, zu ihrer authentischen Freiheit. Und dies kommt gewiss nicht dadurch zustande, dass man die sittliche Wahrheit verbirgt oder abschwächt, sondern indem man sie in ihrer tiefen Bedeutung als Ausstrahlung der ewigen Weisheit Gottes, die uns in Christus erreicht, und als Dienst am Menschen, am Wachstum seiner Freiheit und an der Erreichung seiner Seligkeit darlegt.
Ebenso kann die klare und kraftvolle Darstellung der sittlichen Wahrheit niemals von einem tiefen und aufrichtigen, von geduldiger und vertrauensvoller Liebe geprägten Respekt absehen, dessen der Mensch auf seinem moralischen Weg bedarf, welcher sich oft wegen Schwierigkeiten, Schwäche und schmerzhafter Situationen als mühsam erweist. Die Kirche kann niemals von dem »Grundsatz der Wahrheit und der Folgerichtigkeit« absehen, aufgrund dessen sie »es nicht duldet, gut zu nennen, was böse ist, und böse, was gut ist«

Reini

Das Ende der Zeiten. Dritter Vortrag über Offenbarung Kap. 4-5 Don Reto Nay Patmos 2007

Vielen Dank Herr Frohsinn,
eine wunderschöne Bibelstelle, wie so viele andere auch, ich hoffe nur, dass auch Sie sie kräftig meditieren und nicht nur empfehlen. Übrigens, Gott sei Dank habe ich keinen Fanclub, solche Sachen überlasse ich gerne Ihnen, scheinen Sie doch durchaus darauf zu bestehen.
Herzliche Grüße

Reini

Osternacht 2008 Kurzpredigt Sur Reto Nay 22.03.2008

Lieber Frohsinn,
soviel ich weiß bin ich auf das Thema Meßgewand und nicht Inhalt der Predigt eingegangen. Sie scheinen eine unglaubliche Kapazität zu haben, von einem Thema auf das andere zu springen, ohne den Satz zu beenden.
Gottes Segen

Reini

Das Ende der Zeiten. Dritter Vortrag über Offenbarung Kap. 4-5 Don Reto Nay Patmos 2007

Lieber Herr Frohsinn,
sie scheinen ihrem Namen nicht allzu viel Ehre zu machen, viel mehr scheinen sie an einer traumtischen Depression zu leiden, ihren Kommentaren nach zu urteilen. Vielleicht versuchen sie es einmal mit Schweigexerzitien (mindestens 1 Woche), die können Ihnen vielleicht etwas auf die Beine helfen. Ist stets eine gute Sache, denn man hat genug Zeit über das eigene Leben, die eigenen Fehler und Einschrenkungen nachzudenken, und nicht andauernd über die "vermeintlichen" Fehler anderer.
Auch hugo18 würde dies ohne Zweifel gut tun. 👌
God bless you

Reini

Osternacht 2008 Kurzpredigt Sur Reto Nay 22.03.2008

Es ist stets gut einen etwas tieferen Einblick der Dinge zu bekommen. Dabei können uns die Worte des Hl. Vaters während der Chrisam-Messe 2007 helfen:
"In persona Christi - im Augenblick der Priesterweihe hat uns die Kirche diese Realität der „neuen Gewänder“ dadurch auch äußerlich sichtbar und greifbar gemacht, dass wir neu eingekleidet wurden, mit den liturgischen Gewändern. In dieser äußeren Gebärde will sie uns den inneren Vorgang und seinen Auftrag an uns deutlich machen: Christus anziehen; sich ihm zu eigen geben, wie er sich uns zugeeignet hat. Dieser Vorgang, das „Anziehen Christi“, wird bei jeder heiligen Messe durch die Bekleidung mit den liturgischen Gewändern immer wieder dargestellt. Sie anzulegen soll mehr als eine Äußerlichkeit sein: Es ist das immer neue Eintreten in das Ja unseres Auftrags – in das „Ich, doch nicht mehr ich“ der Taufe, das die Priesterweihe uns in neuer Weise zugleich schenkt und abverlangt. Dass wir in den liturgischen Gewändern am Altar stehen, soll uns und den Anwesenden auch sinnfällig sichtbar machen, dass wir „in der Person eines anderen“ dastehen. Die priesterlichen Gewänder, wie sie sich im Lauf der Zeit entwickelt haben, sind ein tiefgehender symbolischer Ausdruck für das, was Priestertum bedeutet."
Frohe Ostern

Reini

Nicht nur für Kinder :-) "Canção Nova" ist eine katholische Gemeinschaft, welche sich zum hauptsächlichen …

Lieber Pneumat,
anstelle dauernd zu meckern sollten wir doch selbst einmal Hand an die Arbeit legen und uns unser Brot verdienen. Wie glücklich wäre ich, würde man im deutschsprachigen Raum nur halb soviel für die Kinder tun, wie Canção Nova in Brasilien. Hier habe ich dir auch einen weiteren Hinweis gegeben. Canção Nova arbeitet vor allem in Brasilien, wo man sich ohne zweifel einer anderen Pädagogik als in deutschsprachigen Ländern Europas bedienen muss. Vielleicht könnte dir skyway22 mal etwas Nachhilfe geben.
Würde es gegen die Glaubenslehre gehen, könnte man schon so einiges sagen, doch handelt es sich ausschließlich um die Ausdrucksform, die Neue Botschaft mit den modernen Medien zu übermitteln, so sollten wir vorerst einmal halt machen und kurz darüber nachdenken, bevor wir zu schnell den Schnabel aufmachen, denn wir könnten es bereuen.
Ich hoffe, dich mit diesen Worten nicht allzu sehr beleidigt zu haben, doch ab und zu benötigen wir Mal eine auf die Rübe, damit sie etwas weicher und verständnisvoller wird. (Pädagogisch, du verstehst schon).
In Liebe, Reini